Dialekt und Umgangssprache im Netz

Webcontent soll einmalig sein, und möglichst auch gleich etwas besonderes. Deshalb wird bei Themen, die oft im Internet vertreten sind, wie etwa Gaststättenseiten, versucht durch sprachliche Gestaltung hier eine Neuerung durchzuführen.

So wird mit Dialekten oder Umgangssprache gearbeitet. Doch dies geht oft nach hinten los.

Zum einen, ist das Internet global durch Übersetzungsprogramme ist jeder Nutzer in der Lage auch fremdsprachige Seiten zu lesen. Doch diese Übersetzungsprogramme verstehen oft keinen Dialekt oder Umgangssprache. So bleiben diesen Interessenten die Inhalte der Webseite verborgen.

Doch auch wenn nun davon ausgegangen ist, dass die eigene Webseite nur regional interessant ist, wie etwa bei kleineren Gasthäusern, so macht man den Fehler zu vergessen, dass es auch in der unmittelbaren Umgebung ausländische Mitbürger gibt. Und auch, wenn diese die deutsche Sprache beherrschen, so sind sie oft mit dem geschriebenen Dialekt überfordert. Bei den regionalen Gerichten kann man eine Ausnahme machen, doch sollte eine Übersetzung gleich folgen

Zudem präsentiert man seinen Inhalt ja international, so kann auch z.B. ein Hamburger in Bayern einen Urlaub planen und bereits zu Hause am PC nach einer entsprechenden Lokalität suchen. Auch dieser deutsche Mitbürger ist mit dem bayerischen Dialekt sicher überfordert.

Als ob diese Argumente noch nicht reichen, um seine Webseite sofort wieder in ein gutes Hochdeutsch umzuwandeln, so ist es noch zusätzlich so, dass man sich durch Dialekt so gut wie von den Suchmaschinen ausschließt. Klar steht man mit dem Suchbegriff „ nochhocka“ sicher recht weit oben, denn die Konkurrenz ist ja nicht stark, doch leider das Suchvolumen auch nicht. Besser man bleibt beim üblichen „nachsitzen“ und hat zwar vielleicht mehr Mitbewerber aber zugleich auch viel mehr Interessenten.

Des weiteren darf man nicht vergessen, dass eine Webseite den Auftritt eines Unternehmens darstellt und sich entsprechend (seriös) präsentieren muss. Idealerweise vermittelt der Content ein entsprechendes Bild des Unternehmens. Da ist Umgangssprache oft fehl am Platz. Diese hat nur in Hobbyprojekten oder ggfs. noch in Blogs, Chats, und Foren eine Daseinsberechtigung

So sollten vielleicht auch manche Texter ab und an bei nachsitzen.org vorbeischauen und sich nochmals mit den Grundlagen einer guten Texterstellung auseinandersetzen.