Web 2.0
Unter Web 2.0 versteht man heutzutage den Sammelbegriff für modernes Internet. Unabhängig vom Endgerät, sei es am Computer, Laptop oder Mobilgerät, ist man heutzutage ständig online und mit anderen Nutzern und Firmen im Kontakt. Geprägt wurde der Begriff erstmals 2003 und entwickelte sich schnell zum geflügelten Wort. Anders als viele Begriffe in der IT-Branche handelt es sich hierbei jedoch weder um einen Standard noch um eine konventionelle Bezeichnung.
Technische Weiterentwicklungen im Web 2.0
Vielmehr beschreibt der Begriff den Wandel des Mediums Internet vom rein passiven, hin zum verknüpften und interaktiven Medium. Durch die Kombination bestehender technischen Möglichkeiten und etablierten Schnittstellen wurde das Internet dynamischer. Vor Allem Javascript erlebte in den letzten Jahren eine wahre Renaissance. Steigende Rechenleistung und einheitliche Unterstützung seitens der Internetbrowser wandelten das Bild von Javascript insbesondere bei den Webdesignern ins Positive. In Kombination mit PHP, HTML 5 sowie CSS lassen sich mittlerweile Videos, Animationen und kleine Anwendungen (Widgets) direkt im Browser ansehen ohne auf zusätzliche Plug-Ins wie Flash oder Java zurück greifen zu müssen. Ohne großen Aufwand lassen sich schwebende Elemente, Klappmenüs und ganze Spiele realisieren.
Neben dem technischen Fundaments des Web 2.0 spielt insbesondere die Verknüpfung von Content sowie „User-generated content“ eine wichtige Rolle. Firmen und Webseitenbetreiber haben erkannt dass sich mit interaktiven Inhalten, bei denen sich die Nutzer beteiligen können, nicht nur die Attraktivität des Angebots erhöht, sondern sich so auch ohne Mehraufwand aktuelle Inhalte auf die Webseite gelangen. Durch die Möglichkeit der Interaktion entstehen immer mehr virtuelle Communities, also Gemeinschaften im Internet, die Neuigkeiten beitragen, verbreiten, und so unter Umständen auch indirekt Werbung betreiben. Durch die Interaktion festigt sich auch die Bindung der Besucher, so dass diese regelmäßig auf die Internetseite zurück kehren. Diese Web-Portal Entwicklung u.a. von Communities, wird in Zukunft einer immer größere Rolle spielen.
Neue Anwendungen machen das Web 2.0 attraktiver
Die Idee ist jedoch nicht neu: Fast alle Webseiten hatten Gästebücher, da diese großen Zuspruch fanden. Heute findet sich unter jeden einzelnen Blogbeitrag, Zeitungsartikel eine Kommentarfunktion. Während Diskussionen früher auf Foren und Chats begrenzt waren, finden diese nun aktuell und punktuell statt. Neue sozialen Diensten wie Facebook, Twitter oder Wer-Kennt-Wen sorgen dafür, dass Nachrichten nicht mehr auf einzelnen Seiten begrenzt sind, sondern durch eigenes Zutun oder der User weiter verbreitet werden. Dienste wie Google, openID und Twitter sorgen verstärkt dafür, dass die Grenzen der einzelnen Angebote verschwimmen: Durch die Cereinheitlichung von Login-Daten vereinfacht es dem Nutzer nicht nur auf diversen Plattformen Kommentare unter gleichbleibendem Pseudonym abzugeben, sondern es wachsen verstärkt ganze Communities zusammen.
Bereits jetzt nutzen viele Firmen diesen Effekt, um über Blogs und Microblogs wie Twitter Neuigkeiten und Informationen an potentielle Kunden weiter zu geben. Auch aktuelle Geschehnisse finden heutzutage Ihren weg meist schneller über solche Dienste zu den Menschen als über statische Internetangebote und redaktionell aufbereiteten Medienbeiträgen im Rundfunk.